TREND – Der flauschige Start ins neue Jahr

„Hatschi!“ Entschuldige mein Nieser, das neue Jahr hat mich in der Nase gekitzelt. Oder war es doch der flauschige (Fake!)Pelzmantel, der mein mit Goldpailletten besticktes Abendkleid umhüllt? Gut möglich, dass dieses „Hatschi“ auch einfach ein kleiner, tollpatschiger Versuch war, dich anzusprechen und dir meine besten Glückwünsche für’s neue Jahr auszusprechen. Happy New Year lieber Leser! Gut in’s neue Jahr gerutscht? Hast du dir denn Vorsätze gesetzt? Hübsch siehst du aus… Nun gut, lassen wir den Smalltalk und kommen zum Wesentlichen: Endlich habe ich für meine treuen Leser wieder einen neuen Artikel bereit, in einer ganz neuen und, wie ich finde, äusserst interessanten Art und Weise. Bereit zu erfahren, was dich im Jahr 2018 erwarten wird?

Das mit meinem kleinen Nieser zu Beginn war gar nicht so ungeplant, denn in der Tat, die Pelzhaare meines Mantels haben mich doch ganz leicht in meiner Nase gekitzelt, aber dazu später mehr…
Was also wird dich im neuen Jahr auf Mikki’s Blog erwarten? Am einfachsten liste ich dir das, wie es eine Informatikerin eben so tut, in Pro und Contras auf. (Irgendwas Gutes darf mein Anti-Fashion-Beruf ja doch auch noch haben…)

Pro: geschichtliches, trendiges, viele neue Bilder und Outfitkreationen, mehr Informationen, weniger zu lesen

Contra: weniger Artikel, bye bye Fotoshootings und Geschichten, weniger zu lesen

Geschichtliches? Trendiges? Klingt ja beides schon mal interessant. Doch, was ist mit den tollen Geschichten über die vergangenen Zeiten und ihre Fotoshootings? Diese werden im Jahr 2018 (fast!?) nicht mehr stattfinden. Es hat mich unendlich gefreut, wie viele tolle Leute ich durch die Shootings kennenlernen durfte, doch, und da spreche ich aus Erfahrung, es steckte „saumässig“ viel Arbeit immer dahinter. Aber aus Altbewährtem spriessen neue Sämchen und viele neue Ideen, daher kurz und knapp: Es gibt pro Monat „nur“ noch 2 Artikel von mir zu lesen, einer über die aktuellsten Trends und der andere über die geschichtlichen Ereignisse der Mode. Zu diesen Artikeln entstehen bis zu 8 verschiedene Outfits, von denen mindestens 1-2 aus Abend-/Cocktailkleider bestehen. All diese Outfitinspirationen sind in den Artikeln sowie auch auf Instagram ersichtlich.

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Genug der News jedoch, das wesentliche habe ich dir berichtet und alles weitere wirst du in meinen nächsten Artikeln schon sehr schnell erfahren. Darum schreiten wir jetzt gleich zu der kuschelig, wuscheligen Tat über: dem ersten Trend in 2018!

Pelzmäntel genossen seit jeher immer grosses Ansehen und waren zu früheren Zeiten ein Statussymbol für die Privilegierten und Adligen. Der König der früheren Zeiten genoss die Wärme dank seines langen Fellmantels aus Fuchs, Nerz oder Chinchilla während sich die Ärmeren, wenn überhaupt, mit Lamm- oder Kaninchenfell begnügen mussten. Nicht, dass Lammfell nicht wärmen würde, doch ein Pelzmantel aus Fuchsfell war dann doch eher etwas angesehener.
Für alle Tierliebhaber: kein einziger Mantel, den ich trage, wurde aus echtem Fell gefertigt! Dies aus dem Grund, da ich zum einen die Tiere nicht wegen meines Fashion-Sinnes quälen möchte, und zum anderen, weil ich mir Echtpelz ja gar nicht leisten könnte. HALT! Wer sagt denn, dass Echtpelz wirklich teurer ist, als Kunstfell? Und wie sehe ich eigentlich die Unterschiede dieser zwei „Pelzsorten“?

UNTERSCHIED – IST DAS WIRKLICH ECHT?

Gut verarbeitetes Kunstfell kann nämlich schnell genauso teuer sein wie Echthaar, das ist demnach nicht der ausschlaggebende Punkt, wie ich herausfinde, was ich denn jetzt nun trage. Beide Varianten können eingefärbt werden, somit ist das auch kein Beweis. Und auch Kustfell kann so aussehen, als hätte man dafür ein Kaninchen oder gar ein Fuchs opfern müssen.
Kunstfell ist starrer im Stand als Echtpelz und was beim Echtpelzmantel im Innern aus Leder gefertigt wurde, ist bei Kunstfell aus Textilgewebe. Wer aber auf Nummer sichergehen möchte, der macht die Brennprobe. Beim Anbrennen von „Fakefur“, wie Fake-Fell eben trendig auf Englisch ausgesprochen wird, riecht dieses nach verschmortem Plastik, zieht sich zusammen und kleine Plastikkügelchen werden sichtbar. Wenn aber der teure Pelzmantel der reichen Urgrosstante in Flammen aufgeht, stinkt das stark nach Horn. Wobei ich die Brennprobe nicht wirklich als Variante ansehe, um diesen Test zu machen, doch diese Information wollte ich dir nicht vorenthalten.
Apropos Geruch, mit Wasser gelingt dasselbe Spielchen nämlich genau so gut. Bei stürmischem Regenwetter oder Schneefall stinkt der Echtpelzmantel nach nassem Hund, der grosse Vorteil von Fakefell: stinkt nicht, ist wasserabweisend, trocknet schnell und lässt sich gut reinigen.

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GESCHICHTLICHES – WAS HAT DER PELZ ALLES SCHON MITERLEBT?

Unterschiede also haben wir festgestellt und auch einige geschichtliche Punkte wurden angesprochen, oder wie war das mit dem Pelzmantel der Urgrosstante, der in Flammen aufging? Nun gut, sonderlich geschichtlich ist das nicht und dass sich Könige mit Pelz zu gehäuft haben, sollte ja auch jedem bewusst sein. Doch, was für geschichtliche Schritte hat der Pelzmantel mitgemacht?
Pelzmantel war eigentlich schon immer in Mode, seitdem er von den Modeschöpfern auf den Laufstegen der ganzen Welt in Szene gesetzt wurden. Doch dem Echthaarpelz wurde in den 70er Jahren ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die trendigen 70er-Menschen nämlich erliessen ein Gesetz, dass vom Aussterben bedrohte Tiere nicht mehr gejagt werden durften. Das gefiel den Tierschützern, welche bei diesem Gesetz ihre Finger im Spiel hatten, natürlich sehr. Doch nur so lange, bis die Fellproduzenten kurze Zeit später entschieden haben, dann eben einfach Tiere für die Pelzmäntel zu züchten. Was darauf folgte? Grosser Protest der Tierschützer!
In den 80er Jahren konnten diese dann wieder etwas aufatmen, denn das Kunstfell ist geboren. Grosser Nachteil: Das Kunstfell wurde zu Beginn aus Kunstfasern hergestellt, welches aus Erdöl und somit aus nicht erneuerbaren und schwer entsorgbaren Rohstoffen besteht.
Zum guten Glück ist das heute nicht mehr so und der Fakefur-Mantel gewinnt mehr und mehr an Popularität.

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TREND – WIE KOMBINIERE ICH DIESES WUSCHELFELLDINGS?

Ich würde sagen, da du jetzt die Unterschiede sowie auch die geschichtlichen Aspekte des Pelzmantels kennst, können wir zum etwas trendigeren Teil des Artikels übergehen. Ich dürfte mich ja nicht als „Fashionbloggerin“ betiteln, wenn ich dir dazu keine Tipps und Tricks geben könnte.
Beginnen wir mit dem bunten Teil – was ist farblich erlaubt? So gut wie alles, für die echte Diva im Leopardenlook, für die etwas Schüchternen in den trendigen Pastellfarben und für die Gewagten eine Kombi von beidem. Farblich sind also so gut wie keine Grenzen gesetzt, alles ist erlaubt! Auch die Längen und Schnitte der Pelzmäntel (oder eben Jacken) sind in verschiedenen Variationen erlaubt.
Dicke, lange Pelzmäntel für kühle, verschneite Tage und die kurzen Jäckchen für die sonnigen Momente. Und für alle „Gfröhrli“ (schweizerdeutsch für Leute, die oft frieren) unter meinen Lesern empfehle ich Lammfell, was auch Kunstfell sein kann, im Innern der Jacke, denn das gibt schön warm. Hierbei gilt aber, dass die Jacke nicht zu eng anliegen darf. Und für solche, die wie ich, ihre Finger nicht von Abendkleider lassen können: Pelzmäntelchen oder Pelzstolas lassen sich super zu der Abendrobe kombinieren.

Fashiontipp 1

Und noch ein kleiner Tipp für die grosse Stolperfallen bei Fakefur-Mänteln: Grosse, schlanke Personen sind am besten mit wadenlangen Mänteln bedient, die kleineren Leser unter euch sollten eher auf Kurzfelljacken zurückgreifen, die das Bein optisch länger aussehen lassen. Vorsicht ist für alle bei Langhaarfellen geboten! Dieser kann am Kragen bei zierlichen Menschen sehr voluminös wirken, einen ungewollt dicken Hals hervorzaubern und bei korpulenteren Damen eine unvorteilhafte Silhouette zum Vorschein bringen.
Das Gute an Pelz ist aber: er kann immer und überall getragen werden und ein Outfit in Kombination mit verschiedenen Pelzapplikationen oder Pelzaccessoires wird dadurch aufgepeppt.

Und jetzt fehlt nur noch etwas: Das Geheimnis zu lüften, was mich denn nun wirklich in der Nase gekitzelt hat. Ich vermute fast, das war der Gedanke an das wunderschöne Kleid, was ich unter dem wuscheligen Pelz trage. Denn um diese glitzernde Stoffart wird es in meinem nächsten, geschichtlichen Artikel handeln, gespannt?

Für alle Ungeduldigen: Mein Instagram-Account lüftete das Geheimnis am 10. Januar mit einem Post…

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